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	<title>Just Skidding</title>
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	<description>der tägliche Wahnsinn</description>
	<pubDate>Sat, 19 May 2012 13:30:05 +0000</pubDate>
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		<title>K und K</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 13:27:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Skidman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Mespelbrunn&#8221; Ölfarbe auf Baumscheibe und Stahlblech, Anonym
Zu den immer wieder verbreiteten Binsenweisheiten gehört, dass &#8220;Kunst&#8221; von &#8220;können&#8221; kommt. Möglicherweise stimmte  das ja noch in der guten alten Zeit, als die Meister noch mit Perspektive und Größenverhältnissen kämpften. Irgendwann rang man sich aber zu der Erkenntnis durch, dass Kunst im Auge des Betrachters liegt. Deshalb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/05/mespelbrunn.jpg" alt="MB" /><small>&#8220;Mespelbrunn&#8221; Ölfarbe auf Baumscheibe und Stahlblech, Anonym</small></p>
<p>Zu den immer wieder verbreiteten Binsenweisheiten gehört, dass &#8220;Kunst&#8221; von &#8220;können&#8221; kommt. Möglicherweise stimmte  das ja noch in der guten alten Zeit, als die Meister noch mit Perspektive und Größenverhältnissen kämpften. Irgendwann rang man sich aber zu der Erkenntnis durch, dass Kunst im Auge des Betrachters liegt. Deshalb sollte man auch der Putzfrau, die damals den Schmutz aus Joseph Beuys` Badewanne schrubbte, keinen allzu heftigen Vorwurf machen. So gesehen kann demnach ganz schön viel Kunst sein, nur eben Kitschiges nicht, gell. Denn Kunst gehört nun mal in die bildungsbürgerliche Welt des Schönen, Wahren und Guten. Kitsch dagegen wird dem miefigen, strunzdoofen Proletentum zugeordnet. Da versteht der kunstbeflissene Schöngeist gar keinen Spaß.</p>
<p>Die Unterscheidung von Kunst und Kitsch scheint auf den ersten Blick mit der Qualität des Produktes zu tun zu haben, ein fataler Irrtum. In Wirklichkeit ist nämlich die Quantität für unsere Beurteilung ausschlaggebend, sprich der Preis und die Verfügbarkeit, also letztlich Angebot und Nachfrage. Ich gebe ein Beispiel: Jeder, der die 80er und 90er Jahre bewusst miterlebt hat, kennt Fotografien von Robert Doisneau, genau: Jene Schwarz-Weiß-Aufnahmen von sich küssenden Paaren in Paris, die als billige Poster in Millionenauflage verkauft wurden. Ich behaupte mal, dass jeder zweite weibliche Teenager meiner Generation ein solches Poster in seinem Jugendzimmer hängen hatte. Noch heute geht es mir so, dass ich den komisch-künstlichen Geschmack aromatisierten Schwarztees auf der Zunge habe, wenn ich eines solchen Plakats ansichtig werde. Nun wird niemand ernsthaft bestreiten wollen, dass Robert Doisneau ein großartiger Fotograf, also auch ein großer Künstler ist. Trotzdem sind geschätzte 90% der küssenden Paare inzwischen auf Speichern, in Kellern und Mülltonnen verschwunden. Man hat sich des Kitschs entledigt. Da haben wir den Salat.</p>
<p>Kunst besteht also auch aus der Kunst der künstlichen Verknappung. Genau deshalb wird ein Künstler, der etwas auf sich hält, Druckplatten und Steine zerstören, wenn die vorgesehene Anzahl der Drucke bzw. Lithographien erreicht ist. Robert Doisneau hatte das Pech, dass seine geldgeilen Nachfahren der unbegrenzten Vervielfältigung des ursprünglichen Negativs zugestimmt haben. Damit kein falscher Eindruck aufkommt: Bei mir waren es keine Küssenden, sondern Poster von Dali und  Magritte, die auch irgendwann weichen mussten, als die Erkenntnis &#8220;Dies ist keine Pfeife&#8221; an Originalität und zerfliessende Taschenuhren ihren Reiz verloren hatten. Ah, Originalität, da haben wir den künstlerischen Kern des Pudels: Damit Kunst im Auge des Betrachters liegen kann, muss er angefasst, überrumpelt, hinterrücks überfallen sein. Der Schöpfer von &#8220;Mespelbrunn&#8221; hätte genau das bei mir nie geschafft. Aber die Jahrzehnte seit der Schöpfung, die in diesem Zeitraum erfolgte Versymbolisierung des Motivs &#8220;Röhrender Hirsch&#8221; und die Herkunft des Objekts machen für mich eben das Besondere aus. Kitsch muss man genießen können, auch das kann eine Kunst sein.</p>
<p>Note to self: Gimli ward wiedergeboren, zickt aber noch. Musik: AC/DC.</p>
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		<title>Immer die Radfahrer</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:37:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Skidman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Lokalpresse ist heute zu entnehmen, dass die Kaiserstadt (zusammen mit dem Land) 600.000 € in die Hand nehmen will, um den Alleenring (in Aachen sagt man auch &#8220;mittlerer Ring&#8221;) fit für Fahrräder zu machen. Sogenannte Schutzstreifen sollen eingerichtet werden, ab 2013 folgen dann neue Radwege auf einigen großen Ausfallstraßen. Mit dem Ziel, den Autoverkehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Lokalpresse ist heute zu entnehmen, dass die Kaiserstadt (zusammen mit dem Land) 600.000 € in die Hand nehmen will, um den Alleenring (in Aachen sagt man auch &#8220;mittlerer Ring&#8221;) fit für Fahrräder zu machen. Sogenannte Schutzstreifen sollen eingerichtet werden, ab 2013 folgen dann neue Radwege auf einigen großen Ausfallstraßen. Mit dem Ziel, den Autoverkehr zugunsten der muskelbetriebenen Zweiräder einzuschränken kann ich durchaus leben. Die Umwelt und die Gesundheit der Radler profitiert und schließlich ist der Drahtesel auch das Fortbewegungsmittel des ganz kleinen Mannes, da im Westzipfel mit der seit langem überfälligen Einführung des Sozialtickets für den ÖPNV in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist.</p>
<p>Es wird also eine Menge getan, damit Radfahrer sich sicherer im Straßenverkehr bewegen können. OK. Allerdings frage ich, der etwa 75% aller Strecken per pedes zurücklegt, wer die Fußgänger vor den Radlern schützt. Es ist noch gar nicht so lange her, dass mich auf der Heinrichsallee, also eigentlich auf dem begleitenden Bürgersteig, ein Pedalist von hinten angefahren hat. Zu seiner Entschuldigung meinte er, dass er geklingelt hätte, aber ich wegen meiner Unterwegsmusik nicht eilfertig zur Seite gesprungen sei. Könnte hinkommen. Aber offenbar fehlte jedes Unrechtsbewusstsein und das beobachte ich fast jeden Tag.</p>
<p>Gestern wieder auf einem kurzen Weg bis zur Bismarckstraße: Auf der Burtscheiderstraße wird gerne der Fußgängerbereich von nicht ganz so fitten Radlern genutzt, damit man in der Steigung absitzen kann, wenn die Puste ausgeht, so machte es gestern eine Mutti (mit Kinderanhänger!). Dann waren da noch zwei Idioten im Bereich Römerstraße / Normaluhr, die die Benutzung der Radwege offenbar nicht zumutbar fanden. Die Krönung war schließlich ein sehr sportlicher Kerl, der noch ganz schnell bei Rot die Wilhelmstraße überquerte, die nachfolgende Gefällestrecke zwar auf dem Radweg, aber mit erheblichem Speed hinunter brauste und beinahe in einen Pulk hinein raste, der gerade aus einem Bus ausgestiegen war und nun den Radweg wohl oder übel überqueren musste. Und natürlich brüllte dieser Schwachkopf auch noch rum, dies sei ein Radweg und so weiter.</p>
<p>Nach meiner Beobachtung werden gut zwei Drittel der ganz alltäglichen Verkehrsverstöße von Radfahrern begangen. Inzwischen bin ich daher der Ansicht, dass Fahrräder ein Nummernschild haben sollten. Und ich warte auf ein Programm für Aachen, dass den von Fußgängern benutzten öffentlichen Raum sicherer macht. Und vielleicht sollten die militanten Fahrradfahrer, die sich in den einschlägigen Webforen und  Newsgroups tummeln, verbal und ideologisch abrüsten und sich den ersten Paragraphen der StVo zu Herzen nehmen.</p>
<p>Note to self: Wir kriegen das schon gekünstelt. Bestimmt. Musik: Queens Of The Stoneage, Poison The Well, Prong.</p>
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		<title>Wundenlecken</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 09:24:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Skidman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Als unsere alte und neue Landesmutter gestern nach geschlagener Schlacht vor Mikrofone und Kameras trat, da musste man sie einfach gerne haben. Keine Frage: Seit Johannes Rau hat die NRW-SPD keine Führungsfigur mehr gehabt, die wie Frau Kraft Bürgernähe, Fürsorge und das Bild einer ehrlichen Arbeiterin verkörpert. Vor 30 Jahren hätte man mit ihr auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als unsere alte und neue Landesmutter gestern nach geschlagener Schlacht vor Mikrofone und Kameras trat, da musste man sie einfach gerne haben. Keine Frage: Seit Johannes Rau hat die NRW-SPD keine Führungsfigur mehr gehabt, die wie Frau Kraft Bürgernähe, Fürsorge und das Bild einer ehrlichen Arbeiterin verkörpert. Vor 30 Jahren hätte man mit ihr auf Zeche einfahren wollen, heute nähme man sie gerne als Facebook-Freundin. Solch einen Bonus kann man kaum konstruieren, auch wenn &#8220;et Lörchen&#8221; sicher eine ganze Horde von PR-Profis beschäftigt, um den Eindruck aufrecht zu erhalten und zu verstärken.</p>
<p>Aus dem gleichen Grund konnten die Bemühungen des CDU-Spitzenmannes Röttgen nicht verfangen, selbst wenn er im Wahlkampf nicht einen Lapsus nach dem anderen produziert hätte. Er wirkt eben stets wie ein Oberlehrer oder aalglatter Unternehmensberater. Immerhin vermittelte er bei seiner Rücktrittserklärung gestern noch einen Rest an Würde. Gute Verlierer sind selten in der Politik.</p>
<p>Nun hat unser Bindestrich-Bundesland wenigstens eine stabile Regierung, angesichts der enormen Herausforderungen sicher nicht das schlechteste. Kaum einer der Experten hätte vermutet, dass ein Zweierbündnis in einem 5-Parteien-Parlament so komfortabel regieren könnte. Dabei entpuppt sich der kleine grüne Partner als einzige Partei, die -komme was da wolle- eine stets willige Stammwählerschaft hat. Genau dies haben Linke, FDP und Piraten nicht, weshalb bei ihnen starke Schwankungen zu verbuchen sind. Die von diesen drei Parteien erzielten Ergebnisse sind bemerkenswert, lassen mich aber nicht gerade jubilieren. Nuff said.</p>
<p>Eines sei den rot-grünen Häuptlingen an Spree und Havel aber dann doch noch zugerufen: Eine Extrapolation der NRW-Ergebnisse auf Bundesebene ist nicht zulässig und das liegt genau an den Gründen, die in den ersten beiden Absätzen dieses Beitrags umrissen worden sind. Vielleicht sieht die Zukunft wirklich so aus, dass der Durchschnittswähler sich in erster Linie mal mütterlich umsorgt fühlen möchte. Und da müsste selbst Frank-Walter, der im Moment die Nase wohl ein kleines bisschen vorne hat, aus trivialen Gründen passen.</p>
<p>Note to self: Mach Dich mal zart! Musik: Zed, Satyricon, Korn, Zero 7.</p>
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		<title>Das Leben ist eine Baustelle</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 16:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Skidman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[und zwar eine, auf der schwarz gearbeitet,  gestohlen und gepfuscht, schon am Vormittag gesoffen und jede arbeitschutzrechtliche Vorschrift bewusst missachtet wird. Ein buntes Potpourri der resultierenden Grausamkeiten soll heute besprochen werden:
Joh, erst mal zur tatsächlichen Baustelle, auf der jetzt die Profis endlich loslegen sollen bzw. bereits losgelegt haben, mit fatalen Ergebnissen. Ich muss zugeben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>und zwar eine, auf der schwarz gearbeitet,  gestohlen und gepfuscht, schon am Vormittag gesoffen und jede arbeitschutzrechtliche Vorschrift bewusst missachtet wird. Ein buntes Potpourri der resultierenden Grausamkeiten soll heute besprochen werden:</p>
<p>Joh, erst mal zur tatsächlichen Baustelle, auf der jetzt die Profis endlich loslegen sollen bzw. bereits losgelegt haben, mit fatalen Ergebnissen. Ich muss zugeben, dass ich eine Zeit lang sehr häufig die Kindersendung &#8220;Willi wills wissen&#8221; geschaut habe und vor allem das Titellied bärenstark fand. Darin gibt es die Zeile: &#8220;Wo geht das hin, das Rohr im Klo?&#8221; Dieser Frage ist auch ein uns bekannter Sanitär-Installateur mit kindlicher Neugier und gesundem Unternehmungsgeist nachgegangen. Das Zwischenergebnis manifestiert sich in Form von Löchern an Stellen, wo eigentlich keine geplant waren, und spontanen Flüssigkeitsaustritten. Ein weiteres Zwischenergebnis besteht aus der Aussage: &#8220;Dat Rohr is rott!&#8221;. Und jetzt frage ich mich, ob das den Tatsachen entspricht, oder ob der gute Mann einfach nur seinem Drang nachgeben möchte, weitere und größere Löcher zu hinterlassen.</p>
<p><img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/05/abfluss_1og.jpg" alt="AF" /></p>
<p>Die nächste Baustelle ist eine informationstechnologische: Einen Rechner fertigmachen, das hört sich nach einer endlichen Angelegenheit an, aber das ist eine Illusion, denn wo &#8220;Software&#8221; draufsteht, da steht auch immer &#8220;Update&#8221; drauf, meist im Kleingedruckten. Ich liebe und hasse Updates: Einerseits kann man sich der Hoffnung hingeben, dass der sorgfältige Hersteller wirklich alle Unzulänglichkeiten seines Produkts beseitigt hat, über die man sich in den vergangenen Wochen geärgert hat. Andererseits kann ein nicht ganz fertig entwickeltes Update einen mit Liebe eingerichteten Rechner in einen Trümmerhaufen verwandeln, weshalb manche User bei diesem Thema der Prokrastination zuneigen. Das kann ich mir nicht leisten, ich muss meine real vorhandenen und virtuellen Maschinen auf aktuellem Stand halten, allein schon deshalb, weil die Kundschaft für gewöhnlich die &#8220;automatischen Updates&#8221; aktiviert hat. Wenn also Kleinstweich, Apple und Adobe Patchday feiern, wie beispielsweise gestern, dann habe ich einen halben Tag damit zu tun die Flicken überall einzuspielen. Eine mäßig anstrengende doch langweilige Tätigkeit, denn zwischendurch frage ich mich immer, wie viele Stunden meines Lebens ich schon damit zugebracht habe Fortschrittsbalken anzuschauen.</p>
<p><img src="http://reviews.cnet.com/i/bto/20091030/MacFirmware.png" alt="PB" /></p>
<p>Die letzte Baustelle für heute ist die der Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld, wo gestern die xenophobischen ProNRWler und die spinnerten Salafisten doch nicht so intensiv aufeinander trafen, wie im Vorfeld befürchtet. Unser Landesinnenminister wollte ja das Herzeigen der berühmten Mohammed-Karikaturen per Gerichtsbeschluss verbieten lassen, ein merkwürdiges Ansinnen. Noch viel merkwürdiger waren aber die Einlassungen eines jungen Mannes mit beeindruckend unvorteilhaftem Bart, der sich durch eben jene Karikaturen aufs schwerste beleidigt und gekränkt fühlte: Mein Lieber, dies ist ein pluralistischer Rechtsstaat (in dem von mir aus beliebig viele Moscheen gebaut werden können, nur damit mich hier keiner falsch verortet). Wenn Dir irgendeine Meinungsäußerung nicht passt, dann kannste vor Gericht ziehen, oder einfach drüber stehen. Aber Knüppel schwingen und Polizisten fast abstechen, das kannste knicken. Du redest von Ehre, von Respekt, ausgerechnet du. Willst du nicht lieber wieder unter deinen Stein kriechen?</p>
<p>Note to self: Dem Agenten eine Chance? Musik: Norah Jones, Bob Marley, Biffy Clyro.</p>
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		<title>Blink and You`ll miss him</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 22:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Skidman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine herzlichen Glückwünsche an Ronnie &#8220;The Rocket&#8221; O`Sullivan zum vierten Snooker-Weltmeistertitel, den er vor ein paar Minuten im legendären Crucible Theatre in Sheffield gegen den wahrlich nicht schlechten Allister &#8220;The Captain&#8221; Carter errungen hat. Im Grunde genommen war dieser Sieg nie gefährdet, denn Ronnie spielt Snooker von einem anderen Stern, was Geschwindigkeit, Leichtigkeit und Präzision [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine herzlichen Glückwünsche an Ronnie &#8220;The Rocket&#8221; O`Sullivan zum vierten Snooker-Weltmeistertitel, den er vor ein paar Minuten im legendären Crucible Theatre in Sheffield gegen den wahrlich nicht schlechten Allister &#8220;The Captain&#8221; Carter errungen hat. Im Grunde genommen war dieser Sieg nie gefährdet, denn Ronnie spielt Snooker von einem anderen Stern, was Geschwindigkeit, Leichtigkeit und Präzision anbelangt. Wer O`Sullivan mal bei einem Century Break oder einer total Clearance in Spiellaune erlebt hat, der wird zu dem Schluss kommen müssen, dass alle anderen Spieler einen anderen Sport ausüben, bzw. an Grenzen scheitern, die für O`Sullivan nicht zu existieren scheinen.</p>
<p><img src="http://2.bp.blogspot.com/-h0PZtHCaK30/ThYgzS3870I/AAAAAAAAASE/vHS40ajOXYg/s1600/Ronnie-O-Sullivan-masters-final-09_1801418.jpg" alt="ROS" /></p>
<p>Ich werde gar nicht erst versuchen meine Begeisterung für Snooker erklären zu wollen. Es ist ein wunderbarer Sport, keine Frage. Die Berichterstattung zur diesjährigen WM hat mich indes gelehrt, dass Platzierungen in der Weltrangliste im Crucible nur Schall und Rausch sind. Man denke nur an die Niederlagen von Judd Trump, Mark Selby und Shawn Murphy. Und man denke an die formidablen Auftritte von Jamie Jones und Ryan Day. Jedenfalls kann ich eine gewisse Befriedigung nicht verhehlen, die daher rührt, dass ich inzwischen so viel Snooker geschaut habe, dass ich zumindest mitbekomme, welcher Ball als nächstes gespielt werden wird, welche Bälle &#8220;on&#8221; oder &#8220;nicht on&#8221; sind, ob ein Spieler zu &#8220;dick&#8221; oder zu &#8220;dünn&#8221; trifft, ob ein &#8220;Plant&#8221; spielbar ist, ob ein Snooker ein &#8220;knackiger Snooker&#8221; ist und ob eine &#8220;Safety&#8221; auch wirklich eine  Safety ist. </p>
<p>Anstatt jetzt Ronnies Lebensgeschichte zu erzählen, die es wahrhaft in sich hat, oder den an Morbus Crohn leidenden Ali Carter zu würdigen, dem ich den ersten WM-Titel von Herzen gegönnt hätte, mache ich den Laden zu, mit leisem Bedauern. Auch deswegen, weil Steven Hendry, der Erfinder des modernen Snookers, nach der diesjährigen WM-Niederlage seinen Rücktritt erklärt hat. Eine Epoche geht zu Ende.</p>
<p> Hat Ronnie die Weltmeisterschaft verdient? Na klar. Alle Missgünstigen und Zweifler gucken sich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=WTtZqAnxyxo&#038;feature=related">diesen Clip</a> an.</p>
<p>Note to self: Bauleitung? Wie lächerlich soll ich mich denn noch machen? Musik: Beastie Boys,</p>
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		<item>
		<title>Mit der Gesamtsituation unzufrieden</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 12:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Skidman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Doch, doch, ich bin noch da, auch wenn in diesem Blog in der Zwischenzeit so etwas wie Funkstille eingetreten ist. Doch gerade an einem Tag, an dem das Totenglöckchen für eine ganz bestimmte ehemalige Zweitligamannschaft und für eine ganz bestimmte politische Partei geläutet wird, kann und will ich nicht schweigen:
Wie mag es weitergehen mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Doch, doch, ich bin noch da, auch wenn in diesem Blog in der Zwischenzeit so etwas wie Funkstille eingetreten ist. Doch gerade an einem Tag, an dem das Totenglöckchen für eine ganz bestimmte ehemalige Zweitligamannschaft und für eine ganz bestimmte politische Partei geläutet wird, kann und will ich nicht schweigen:</p>
<p>Wie mag es weitergehen mit der Alemannia? An eine Lizenz für die 3. Liga mag ich zurzeit nicht glauben, nicht mal die Lizenz der zweiten Mannschaft für die NRW-Liga ist gesichert. Vielmehr befürchte ich einen Neuanfang aus der Kreisliga C, tiefer geht es nicht mehr. Schuldige sind leicht zu benennen. In den einschlägigen Foren wird der Seilschaft aus sogenannten Visitenkarten-Alemannen kräftig der Marsch geblasen, aber so leicht ist es nicht. In der vergangenen Spielzeit gab es einige Gegentore in der Nachspielzeit. Hätte man diese nicht hinnehmen müssen, dann wäre auch der Verbleib in der Liga kein Problem gewesen und die Verantwortlichen hätten weiter gewurschtelt. So gesehen gibt es jetzt die Chance für einen wirklichen Neuanfang und wenn man mit 250 Besuchern in der kommenden Saison gegen Arminia Eilendorf III spielen muss, dann sei es so. Die kommenden Tage werden spannend und bitter werden. Was solls, bitter kann ich im Moment ganz gut.</p>
<p>Ah, die Piraten. Eigentlich sollte ich als überzeugter Demokrat froh sein, dass sich gestern wenigstens 8,2% von 60,4%, die zur Wahl gingen, für eine Umformung unseres politischen Apparates entschieden haben, die ja bitter Not tut. Trotzdem frage ich mich, ob man eine Gruppierung wählen muss, deren Hauptaussage derzeit ist, dass man auch nicht so genau weiss, was man nun an politischen Forderungen formulieren möchte. Man müsse den Piraten Zeit geben, höre ich immer wieder. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass auf dem Marsch durch die Institutionen genau das nicht eintritt, was etwa bei den Grünen schon lange passiert ist: Die Etablierung einer Kaste von Berufspolitikern, die letzten Endes auch nur Verwalter von Sachzwängen ist. Die Vision sollte Betriebsstoff der politisch Handelnden sein, denn sie ist Ausdruck des Willens das Primat der Politik durchzusetzen und sich nicht als Erfüllungsgehilfen einer vollkommen durchgeknallten zynischen Clique (gestern sehr schön im Tatort) von Bankstern zu verstehen. Die Piraten haben diese Vision nicht, sie sind Bastler. Dagegen haben die Linken vorerst ausgebastelt und die Situation sieht ganz anders aus: Die Vision ist da, konkrete Vorschläge auch, aber sonst stimmt nichts in dieser zerstrittenen Gruppierung. Im Grunde ein Klassiker des linken politischen Spektrums. Da kann Porsche-Klaus noch so sehr wettern, ohne ein Zugpferd, hinter dem sich die Partei versammeln kann, wird es nichts werden. Wer dieses Zugpferd sein könnte, das ist ja eh klar. Leider.</p>
<p>Und die restliche Gesamtsituation? Ach ja. SNAFU.</p>
<p>Note to self: Jetzt nicht anfangen zu basteln. Musik: Bauhaus, Portishead, Behemoth.</p>
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		<item>
		<title>Aufstehen, weitergehen</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 11:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Skidman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal ist es nicht so einfach sich an die Kandare zu nehmen und weiter zu gehen. Davon konnten sich meine Wanderbegleitung und ich auf den ersten zwei Etappen des Eifelsteigs überzeugen, die am Monatsanfang auf dem Programm standen. Bei idealen Wetterbedingungen starteten wir am Korneliusmarkt in Knolle und bewältigten am ersten Tag gut 22 Kilometer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal ist es nicht so einfach sich an die Kandare zu nehmen und weiter zu gehen. Davon konnten sich meine Wanderbegleitung und ich auf den ersten zwei Etappen des Eifelsteigs überzeugen, die am Monatsanfang auf dem Programm standen. Bei idealen Wetterbedingungen starteten wir am Korneliusmarkt in Knolle und bewältigten am ersten Tag gut 22 Kilometer, bei leicht verändertem Etappenverlauf bis nach Rollesbroich und am zweiten Tag knapp 20 Kilometer von dort bis nach Monschau. Anbei einige fotografische Impressionen aus der schönen Nordeifel.</p>
<p>
<img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/04/es1.jpg" alt="ES1" /><small>Der Kalkofenweg bei Walheim</small>
</p>
<p>
<img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/04/es2.jpg" alt="ES2" /><small>Restaurierte Kalköfen</small>
</p>
<p>
<img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/04/es3.jpg" alt="ES3" /><small>Im Naturschutzgebiet Struffelt bei Roetgen</small>
</p>
<p>
<img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/04/es4.jpg" alt="ES4" /><small>Entlüftungsschacht Finkenbur (Kallstollen)</small>
</p>
<p>
<img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/04/es5.jpg" alt="ES5" /><small>Pegelturm an der Kalltalsperre</small>
</p>
<p>
<img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/04/es6.jpg" alt="ES6" /><small>Hubertis Circus-Palast, südlich von Paustenbach</small>
</p>
<p>
<img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/04/es7.jpg" alt="ES7" /><small>Im Imgenbroicher Venn</small>
</p>
<p>
<img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/04/es8.jpg" alt="ES8" /><small>Burg Monschau, Eselsturm</small>
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<img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/04/es9.jpg" alt="ES9" /><small>Die Rur in Monschau</small>
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<p>Trotz aller Anstrengungen war es eine wunderschöne Tour, die Lust auf mehr macht. Wir haben uns vorgenommen noch ein bisschen mehr zu trainieren, Blasenpflaster bereit zu halten und werden die dritte Etappe von Monschau nach Einruhr dann beizeiten angehen.</p>
<p>Leider haben sich davon abgesehen in der Zwischenzeit einige Veränderungen ergeben, die alles andere als positiv für mich sind, die aber an dieser Stelle nicht erörtert werden können. Deshalb nur so viel: Selbst wenn man nicht besonders viel von seinen Mitmenschen erwartet, selbst wenn man nach der Herbert-Knebel-Maxime lebt (&#8221;Hat sich keiner selbst gemacht, Hauptsache das Herz ist gut&#8221;), kann man trotzdem herbe enttäuscht werden. Es wird lange dauern, bis Vertrauen, Treue und Zuneigung durch etwas anderes ersetzt werden können. Und derzeit habe ich keine Vorstellung, wie dieses &#8220;andere&#8221; aussehen könnte. Ich weiß nur, mit wem ich im Moment nicht mehr an einem Tisch sitzen kann und das ist ganz schön bitter.</p>
<p>Ich versuche nach vorne zu sehen, aufzustehen, weiter zu gehen. Das ist mit fast 20 Kilometern in den Knochen in der Abenddämmerung von Mützenich viel leichter als heute Mittag am Schreibtisch mit dem Kopf kurz vor der Wand.</p>
<p>Note to self: Morgen nicht der sein, der es wieder nicht geschafft hat. Musik: Negura Bunget, Soulfly, K`s Choice.</p>
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		<title>Mottek</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 12:14:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Skidman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Wand weniger soll es sein, da sind drastische Maßnahmen angezeigt. Das Werkzeug der Wahl ist nicht elektrisch, sondern ganz archaisch. Ein &#8220;Primal Concrete Sledge&#8221;, ein &#8220;Mottek&#8221;, also ein gut in der Hand liegender Vorschlaghammer. Träumt nicht jeder Mann ab und zu davon mit einem derartigen Werkzeug mit Urgewalt auf irgendetwas einzuschlagen? Doch, ich glaube [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Wand weniger soll es sein, da sind drastische Maßnahmen angezeigt. Das Werkzeug der Wahl ist nicht elektrisch, sondern ganz archaisch. Ein &#8220;Primal Concrete Sledge&#8221;, ein &#8220;Mottek&#8221;, also ein gut in der Hand liegender Vorschlaghammer. Träumt nicht jeder Mann ab und zu davon mit einem derartigen Werkzeug mit Urgewalt auf irgendetwas einzuschlagen? Doch, ich glaube schon.</p>
<p><img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/03/wandwas.jpg" alt="ww" /></p>
<p>Zwei Stunden später hat sich die in Frage stehende Wand in einen Haufen Schutt und jede Menge ganz feinen Staub verwandelt. Es ergeben sich merkwürdige, neue Einblicke, die vorher Zweiblicke waren.</p>
<p><img src="http://www.skidman.de/cgi-data/weblog_basic/uploads/2012/03/wandwas2.jpg" alt="ww2" /></p>
<p>Note to self: Wieder gefunden, was so müde macht. Musik: Georg Friedrich Händel, Die Toten Hosen.</p>
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		<title>Mehrheitsverweigerer</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 13:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Skidman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ab und zu Phoenix guckt (mein Lieblingssender übrigens), der wird über kurz oder lang über &#8220;Augstein und Blome&#8221; stolpern, jene zehn minütige polemische Kontroverse, in der Jakob Augstein leider immer ein bisschen wirkt wie ein Zauberlehrling, während Nikolaus Blome stets mega-seriös und dabei gleichzeitig altväterlich-schmierig daherkommt. Ich stelle oft fest, dass mir die burschikosen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ab und zu Phoenix guckt (mein Lieblingssender übrigens), der wird über kurz oder lang über &#8220;Augstein und Blome&#8221; stolpern, jene zehn minütige polemische Kontroverse, in der Jakob Augstein leider immer ein bisschen wirkt wie ein Zauberlehrling, während Nikolaus Blome stets mega-seriös und dabei gleichzeitig altväterlich-schmierig daherkommt. Ich stelle oft fest, dass mir die burschikosen Rundumschläge Augsteins ein wenig auf den Senkel gehen, auch wenn er das Herz am rechten Fleck, also links, hat. In seiner <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,823715,00.html">aktuellen Kolumne</a> bei SPON hat er diesmal aber mal den Nagel auf den Kopf getroffen und sein Kollege Mathias Schaler <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,823875,00.html">springt ihm bei</a>:</p>
<p>Denn richtig ist, dass bei der jüngsten Landtagswahl im Saarland die eindeutige Mehrheit links von der Mitte gewählt hat. Linke und SPD hätten eigentlich eine satte Mehrheit, die nur deswegen nicht zur Regierungsbildung reicht, weil die zart Roten nicht mit den satt Roten können, schon gar nicht mit Oskar, klar das geht gar nicht. Man braucht aber weder Machiavelli, noch Willy Brandt oder Peter Glotz ins Feld zu führen, so wie die beiden genannten Autoren das tun, um die leichtfertige Machtverweigerung der alten Tante zu begründen. Der Grund ist viel simpler: Die SPD spielt schon geraume Zeit Beamten-Mikado: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.</p>
<p>Diesen Eindruck muss man nämlich bekommen, wenn etwa Sigmar, der Rundliche, im Rahmen einer PK einem Lagerwahlkampf für die kommende Bundestagswahl eine Absage erteilt, oder wenn Andrea, die Sphinx von Mendig, in der aktuellen Elefantenrunde ganz und gar in sich ruhend aber schweigend die Scharmützel der anderen verfolgt. Wenn man vor der Wahl die große Koalition als Ziel ausgibt, wie das an der Saar geschah,  dann gleicht das einer politischen Bankrotterklärung und Wähler mobilisiert man damit bestimmt nicht. Deshalb würde man dies im Bund wohl auch nicht tun, sähe sich möglicherweise aber von einer erheblich werbenden Union umgarnt, die sich aktuell aller anderen möglichen Koalitionspartner beraubt sieht. Und dann? Dann würde man Zähneknirschen vortäuschen und sich in das vermeintliche Schicksal ergeben. Der SPD sei ein Wort des deutschen Torwarttitanen Kahn zugerufen, genau: Das mit den Eiern. Obs hilft?</p>
<p>Note to self: Ablösung nicht forcieren, sondern pflastern! Musik: Chimaira, Children of Bodom, Animals as Leaders.</p>
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		<title>Das Grauen</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 08:58:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Skidman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Bislang gab es in diesem Jahr noch keinen Blogeintrag über Fußball, das ändert sich gerade. Ich habe den letzten Spieltag als Serie von Tiefschlägen empfunden und hatte spätestens ab Sonntag 15:30 Uhr so miserable Laune, dass selbst das wunderschöne Frühlingswetter nichts daran zu ändern vermochte.
Am Freitag kehrte ich rechtzeitig aus dem Bergland zurück, um der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang gab es in diesem Jahr noch keinen Blogeintrag über Fußball, das ändert sich gerade. Ich habe den letzten Spieltag als Serie von Tiefschlägen empfunden und hatte spätestens ab Sonntag 15:30 Uhr so miserable Laune, dass selbst das wunderschöne Frühlingswetter nichts daran zu ändern vermochte.</p>
<p>Am Freitag kehrte ich rechtzeitig aus dem Bergland zurück, um der Partie von Alemannia gegen den FSV beizuwohnen. Es musste einfach was gehen, jede finstere Serie geht einmal zu Ende. Dass man nach 10 Minuten bereits hinten lag, das konnte ich noch wegstecken. Olajengbesi hatte komplett gepennt, aber gut, ein Gegentor nach einer Ecke, das kann mal passieren. Wenigstens hatte Auer einen seiner genialen Momente und man konnte sich mal wieder über ein Aachener Stürmertor freuen, ein schönes obendrein. Als die Mannschaft aus der Kabine kam und die zweite Halbzeit begann, dachte ich mir: Funkel wird sie schon eingenordet haben, dass in Frankfurt was drin ist und drei Punkte entführbar sind, mit Konzentration und vor allem unbedingtem Willen. Ein paar Minuten später rutschte Achenbach aus, der Gegenspieler lief an ihm vorbei und netzte trocken ins kurze Eck ein. Was mögen die Teilnehmer der Spontangrillparty im Garten unseres Hauses wohl gedacht haben, als durch meine offene Balkontür ein ganzer Schwall von wirklich üblen Flüchen den Weg in die laue Abendluft antrat?</p>
<p>Eine detaillierte Analyse der technischen, taktischen und psychologischen Schwächen meiner Lieblingsmannschaft könnte folgen, aber ich will sie den Lesern ersparen. In der derzeitigen Verfassung ist die Alemannia einfach nicht gut genug für die zweite Liga. Wenn man mal vergleicht, was ehemalige Abstiegskandidaten wie Ingolstadt, der FSV oder Duisburg in den letzten Wochen geleistet haben, dann offenbart sich das entscheidende Defizit: Die Mannschaft hat kein Herz, keine Leidenschaft, keinen Kern, sie wirkt in der Niederlage bereits vor Spielende völlig unbeteiligt. Selbst der Alibisturmlauf in den letzten 10 Spielminuten zeigte die ganze Hilflosigkeit.</p>
<p>Der Samstag brachte dann den Sieg der Zebras gegen Paderborn (autsch!) und wenig später die Niederlage meiner Borussia, ausgerechnet gegen die Kotzbrocken aus Hoffenheim. Spätestens zu diesem Zeitpunkt überlegte ich mir, ob ich mich nicht mehr für andere Sportarten begeistern sollte, Tischtennis, Volleyball und rhythmische Sportgymnastik haben ja durchaus auch ihre Reize. Hätten die Dortmunder auch noch gegen Köln verloren, dann hätte ich wirklich eine Verschwörung gegen mich vermutet, aber mit jedem der sechs Tore gegen den verhassten FC besserte sich die Laune wenigstens ein kleines bisschen.</p>
<p>Noch sieben Spieltage. Klar, da geht noch was, aber ich glaube nicht mehr daran. Und selbst wenn man den Relegationsplatz halten sollte, würde man im Moment gegen Karl-Marx-Stadt (Danke Kraftklub!) eher schlecht aussehen. Das ist nämlich eine Mannschaft, die sich am Wochenende erfolgreich gegen eine Niederlage gestemmt hat und Osnabrück letztlich verdient besiegte.</p>
<p>Am Freitag kommt Dresden, vielleicht sollte ich noch mal hingehen. Ein letztes Mal Zweitliga-Atmosphäre am Tivoli und Dynamo finde ich ja auch ganz gut&#8230;</p>
<p>Note to self: Deine Sache, Klappe halten. Musik: Animals As Leaders, The Mars Volta.</p>
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